Wir finden aus dem gesamten Spektrum des festsitzenden und herausnehmbaren Zahnersatzes die individuelle Lösung für Ihre Situation.

Prothetik im Überblick

Kronen und Brücken

Nicht für alle Patienten ist es selbstverständlich, dass eine durch Zahnverlust hervorgerufene Lücke geschlossen werden sollte. Besonders im Seitenzahnbereich gehen einige Patienten von der Annahme aus, dass ein fehlender Zahn weder ihr Aussehen noch ihr Gebiss beeinträchtigt. Diese Annahme ist jedoch falsch, denn eine Zahnlücke fällt optisch auch im Seitenzahnbereich auf und – was noch viel entscheidender ist – kann den gesamten Kiefer in Mitleidenschaft ziehen, denn schon bald nach dem Verlust eines Zahnes kommt es zu Reaktionen des Restgebisses. Die Nachbarzähne kippen in die Lücke hinein, die anderen Zähne in der Zahnreihe folgen nach und nach. Auf diese Weise entstehen Nischen, Ecken und Winkel, die eine gründliche Reinigung unmöglich machen. Karies und Zahnfleischentzündungen haben dadurch ein leichtes Spiel. Zudem wächst im Gegenkiefer der Partnerzahn in die Lücke hinein und verliert seinen Halt im Zahnbett. Um das zu verhindern, muss jede Zahnlücke rasch geschlossen werden!

Fest verankert: Brücken sind der festsitzende Zahnersatz

Brücken zählen zum so genannten festsitzenden Zahnersatz. Anders als etwa eine Prothese lassen sie sich in der Regel nicht herausnehmen. Je nach Anzahl und Position der fehlenden Zähne arbeitet der Zahnarzt mit ein-, zwei oder mehrspannigen Brücken. Eine Brücke besteht aus zwei Teilen: den so genannten Ankerkronen und dem Brückenkörper. Die Ankerkronen werden dabei auf den vor und hinter einer Zahnlücke liegenden Zähnen – den so genannten Pfeilerzähnen – mit einem Spezialzement verankert. Sie geben dem Brückenkörper, der aus einem oder mehreren Brückenzwischengliedern bestehen kann, Halt. Wichtig ist, dass die Pfeilerzähne stabil im Kieferknochen verankert sind. Schließlich müssen sie für die fehlenden Zähne „mitbeißen“. Brücken haben allerdings nicht nur den Vorteil, dass sie fest sitzen. Im Gegensatz zu Teilprothesen sind sie recht zierlich gearbeitet; die zur Abstützung sonst notwendigen Metallelemente oder großvolumige Kunststoffanteile entfallen damit.

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Von der Lücke zur Brücke

Die Anfertigung und das Einsetzen einer Brücke sind ein aufwendiger Prozess in mehreren Schritten, der vom Zahnarzt Präzisionsarbeit verlangt. Um den späteren Zahnersatz zu verankern, müssen zuerst die der Lücke benachbarten Zähne präpariert werden. Unter örtlicher Betäubung wird dabei so wenig wie möglich natürliche Zahnhartsubstanz entfernt.
Nach dieser Bearbeitung nimmt der Zahnarzt einige Präzisionsabformungen mit Spezialmassen. Außerdem können zusätzlich noch einige unterstützende Maßnahmen zur genaueren Bissbestimmung (Funktionsanalyse) als Vorgaben für den Zahntechniker notwendig sein — denn je mehr Informationen der Zahntechniker erhält, um so passgenauer kann er die Brücke herstellen. Für die maßgeschneiderte Anfertigung der Brücke benötigt dann das Dentallabor einige Tage – darum wird der Patient in der Zwischenzeit mit einem Provisorium versorgt. Wenn die Brücke schließlich fertig ist, prüft der Zahnarzt bei einer Anprobe den optimalen Sitz, bevor er die Brücke fest einsetzt.

Gute Pflege — ein Muss

Die Haltbarkeit einer Brücke ist insbesondere von der Gesundheit der Pfeilerzähne abhängig. Schließlich tragen diese Zähne die Last der fehlenden. Eine sorgfältige Reinigung der Pfeilerzähne und des Brückenkörpers, vor allem im angrenzenden Zahnfleischrandbereich, ist daher äußerst wichtig. Hilfsmittel wie Zahnzwischenraumbürsten oder Zahnseide helfen dabei, dass weder Zahnfleischentzündungen noch Karies entstehen. Optimal ist darüber hinaus eine regelmäßige Individualprophylaxe mit professioneller Zahnreinigung.

Gestalt und Form

Je nach Position der zu ersetzenden Zähne und den ästhetischen Ansprüchen des Patienten bestehen Brücken in der Regel heutzutage aus einem Zirkonoxid-Kern, der verblendet werden kann.

Vieles ist möglich

Je nach Art und Umfang der Kronenversorgung bezuschussen die gesetzlichen Krankenversicherungen die Brückenversorgung gemäß der Festzuschußregelung. Verblendungen gehören allerdings nicht generell zu den Leistungen, die von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Im Oberkiefer ist die Kunststoffverblendung der Außenfläche einer Brücke bis einschließlich Zahn fünf, im Unterkiefer bis einschließlich Zahn vier Vertragsleistung. Für Privatpatienten gelten die jeweils mit der privaten Versicherung getroffenen Vereinbarungen.
Folgende Leistungen sind kosmetisch wünschenswert und medizinisch sinnvoll, werden jedoch häufig von den Versicherern aus Wirtschaftlichkeitsgründen nicht erstattet:

  • Vollverblendungen, vollkeramische Teilkronen oder Veneers
  • Verblendungen an den Zähnen 6 bis 8 des Oberkiefers, bzw. 5 bis 8 des Unterkiefers
  • Individuelle Gestaltungen der Keramikverblendungen, „der Natur angepasste Zähne“
  • Individuelle Kauflächengestaltungen (sog. gnathologische Kauflächen)

Gerne erstellen wir Ihnen vor der Behandlung einen individuell ausgearbeiteten Behandlungsplan und stehen Ihnen mit weitergehenden Informationen zur Verfügung.

Den Zahnersatz schützen… damit er lange hält

Das A und O: Die häusliche Zahnreinigung

Ob Krone oder Brücke: Sollten sie möglichst lange halten, ist eine sehr gute Mundhygiene nötig. Dreh- und Angelpunkt ist die ständige Entfernung bakterienbesiedelter Zahnbeläge.

Auch auf dem Zahnersatz bilden sich Zahnbeläge, so dass Kronen und Brücken mit der gleichen Sorgfalt gebürstet werden sollten wie die natürlichen Zähne.

Das Reinigen der Zahnzwischenräume

Zahnzwischenräume sind mit normalen Zahnbürsten schlecht zu reinigen. Hier helfen Zahnseide oder besser noch Zwischenraumbürsten.

Zwischenraumbürsten gibt es in verschiedenen Größen, so dass fast jeder Zahnzwischenraum gut gereinigt werden kann.

Reinigung von Brücken

Für die Problemzonen unter den Brückengliedern gibt es spezielle Zahnseiden, die durch ihre flauschige Form eine gute Reinigungswirkung erzielen und sich gut unter die Brücke einfädeln lassen. Alternativ können je nach Brücke auch speziell geformte Zwischenraumbürsten eingesetzt werden.

Wichtig für Knirscher:

Zähneknirschen ist ein Risiko für Zahnersatz. Während des Aufeinanderpressens sind die Zähne enormen Kräften ausgesetzt, die auch dem Zahnarzt gefährlich werden.

Lassen Sie sich eine sogenannte Knierscherschiene anfertigen, die das Knirschen erschwert und den Druck auf den Zahnersatz abfängt.

Regelmäßige Kontrollen

Nutzen Sie die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen in der Zahnarztpraxis zur Kontrolle Ihres Zahnarztes. Etwaige Probleme können so frühzeitig erkannt werden. Sinnvoll ist auch eine regelmäßige Professionelle Zahnreinigung.

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